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Buch: Die sieben Wege zur Effektivität - Autor: Stephen R. Covey
Buch: Die sieben Wege zur Effektivität - Autor: Stephen R. Covey

Buch: Die sieben Wege zur Effektivität

Autor: Stephen R. Covey

Kurzkritik Ein herausragendes Buch, das weltweit über 25 Millionen Mal verkauft wurde. Es ist damit eines der erfolgreichsten amerikanischen Business-Bücher überhaupt. Covey beschäftigt sich hier mit den grundlegenden Prinzipien und Paradigmen, die Menschen effektiv und erfolgreich machen. Trotz seiner Bekanntheit und seiner zum Teil exzellenten Inhalte hat das Buch einige ernsthafte Mängel. Bitte lesen Sie deshalb unbedingt die ausführliche Kritik, bevor Sie das Buch kaufen.   Ausführliche Kritik Dieses Buch von Stephen R. Covey ist außerordentlich bekannt,…

LeadershipJournal - Bewertung

Inhalt
Praxisnutzen
Lesbarkeit

Sehr gut

Fazit: Ein Klassiker der Selbstführung, der trotz eingeschränkter Lesefreude sehr viel zu bieten hat.

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Kurzkritik 
Ein herausragendes Buch, das weltweit über 25 Millionen Mal verkauft wurde. Es ist damit eines der erfolgreichsten amerikanischen Business-Bücher überhaupt.

Covey beschäftigt sich hier mit den grundlegenden Prinzipien und Paradigmen, die Menschen effektiv und erfolgreich machen. Trotz seiner Bekanntheit und seiner zum Teil exzellenten Inhalte hat das Buch einige ernsthafte Mängel.

Bitte lesen Sie deshalb unbedingt die ausführliche Kritik, bevor Sie das Buch kaufen.

 

Titel: Die 7 Wege zur Effektivität – Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg
Autor: Stephen R. Covey
Seiten: 360
Verlag: Gabal
Preis: 25 €

Deutsche Ausgabe bestellen: hier
Englische Ausgabe bestellen: hier

Ausführliche Kritik

Dieses Buch von Stephen R. Covey ist außerordentlich bekannt, es wurde weltweit über 25 Millionen Mal verkauft und in 38 Sprachen übersetzt. Damit ist es eines der erfolgreichsten amerikanischen Business-Bücher und ein Klassiker zum Thema »Selbstmanagement«. Wie in seinen anderen Büchern geht es Covey auch hier um Effektivität (die richtigen Dinge tun) und nicht um Effizienz (Dinge richtig tun).

Die sieben Prinzipien von Covey sollen beim Leser einen Paradigmenwechsel bewirken. Unter einem Paradigma versteht er einen Bezugsrahmen oder bildlich gesprochen eine Landkarte. Damit versuchen wir das Gelände um uns herum zu erklären und uns zu orientieren. Das Ziel des Buchs liegt also darin, uns unsere innere Landkarte überdenken zu lassen.

Covey unterscheidet die in unserer Zeit stark vertretene Image-Ethik von der aus der Mode gekommenen Charakter-Ethik. Die Image-Ethik besagt, dass Veränderungen von außen möglich sind. Hast du ein Problem, lies das richtige Buch, mach ein Seminar, denke positiv und glaube an dich. Schon bist du erfolgreich. Bei der Charakter-Ethik laufen Veränderungen von innen nach außen. Covey empfiehlt einen Prozess des natürlichen Wachstums, bei dem wir uns Schritt für Schritt auf lange Sicht entwickeln. Alle Maßnahmen von außen können nach Ansicht des Autors nur kurzfristigen Erfolg haben.

Das Buch hat vier Teile:

Erster Teil: Paradigmen und Prinzipien (9–60)

Zweiter Teil: Der private Erfolg (61–158)

  • Weg: Pro-aktiv sein
  • Weg: Schon am Anfang das Ende im Sinn haben
  • Weg: Das Wichtigste zuerst tun

Dritter Teil: Der öffentliche Erfolg (159–250)

  • Weg: Gewinn/Gewinn denken
  • Weg: Erst verstehen, dann verstanden werden
  • Weg: Synergien schaffen

Vierter Teil: Erneuerung (S. 251–264)

Den ersten Teil empfand ich als einigermaßen interessant. Der zweite Teil ist gut (das Kapitel »Pro-aktiv sein« sogar exzellent). Der dritte Teil ist großartig und der sehr kurz vierte Teil ebenfalls gut. Das dritte Kapitel »Der öffentliche Erfolg« ist hervorragend für Führungskräfte geeignet und rechtfertigt bereits den Preis des Buches. Nirgendwo sonst habe ich bisher eine so exzellente Abhandlung über Zuhören und Kommunikation gelesen. Auch die Kapitel über »Gewinn/Gewinn denken« und »Synergie erzeugen« sollte eine Führungskraft gelesen haben. Ich empfehle, vorher zumindest den zweiten Teil des Buchs zu lesen.

Das Buch hat jedoch auch einige Schwächen. Es ist das einzige Buch, das ich dreimal begonnen und zweimal nach 100 Seiten wieder weggelegt habe. Das liegt zum einen daran, dass die ersten 150 Seiten für mich inhaltlich weniger spannend waren als die folgenden. Zum anderen sind die Kapitel oft nicht klar strukturiert. Auch die Sprache ist immer wieder umständlich. Wiederholt werden dem Leser lange Schachtelsätze zugemutet. Der längste Satz, den ich bewusst wahrgenommen habe, ist über sieben Zeilen lang und hat sieben Kommata (S. 62). Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man in einem amerikanischen Sachbuch solche Satzungetüme findet und verdächtigte die deutsche Übersetzerin. Tatsächlich aber sind Coveys Sätze im amerikanischen Original ebenso lang. Keine Angst, nicht alle Sätze sind so ausufernd. Im Vergleich zu einem deutschen Fachbuch ist das Buch größtenteils immer noch gut lesbar.

Die neue Auflage bei Gabal ist deutlich besser als die alten Ausgaben (Campus, Heyne etc.). Bei den alten Ausgaben ist die Übersetzung zum Teil nicht so gut und es wurden viele Beispiele gestrichen. Mit der Neu-Übersetzung bekommt das Buch trotz der genannten Schwächen die höchste Inhalts-Wertung. Dieses Buch war und ist bahnbrechend. Der Weg 1 bis 3 wurde von vielen heutigen Selbstmanagement-Autoren übernommen. Der Weg 4 bis 6 sind Paradigmen, die schon seit zweieinhalb Jahrzehnten eine positive Zukunft des menschlichen Miteinanders beschreiben, deren Umsetzung aber noch nicht stattgefunden hat. Es gibt nur wenige Bücher, in die ich so oft und immer mal wieder reingeschaut habe wie in dieses.

Fazit:

Ein sehr gutes Buch mit exzellenten richtungweisenden Ansätzen, aber auch mit teilweisen Längen in den Kapiteln und gelegentlich verwirrender Struktur und Sprache. Trotzdem, die Mühe lohnt sich!

© 2015 Alexander Groth (www.leadershipjournal.de)

Autor Alexander Groth

Alexander Groth

Alexander Groth ist Professional Speaker, Trainer und Autor für Leadership. Er gehört zu den Top 100 Excellent Speakers und ist Lehrbeauftragter an drei Universitäten. Sein Engagement gilt der Förderung einer modernen Führungskultur.

Groth ist einer der meistgelesenen Führungsautoren. Als Dozent mit der besten Benotung (1,1/1,0) erhielt er zweimal in Folge den Best Teaching Award der TU München.

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